Archiv Andachten und Gottesdienste

 

 

 

Augapfel Gottes

Montag – 30.11.2020

Sacharja 2,12: So spricht der HERR Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.

Römer 8,33: Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht.

Sacharja macht deutlich, wie wichtig Gott die Seinen sind. Augapfel nennt er sie. Der Zusammenhang und die hebräischen Formen, die dort stehen, lassen keinen Zweifel daran. Hier ist der Augapfel Gottes gemeint. Die deutsche Übersetzung ließe auch die Deutung des eigenen Augapfels zu. Luther hat es deutlicher gemacht, indem er es in eine direkte Rede fasste: Gott spricht: „Wer euch antastet tastet meinen Augapfel an!“ Seine Auserwählten sind ihm wichtig. Wichtig wie der Augapfel.

Paulus nimmt das auf im Römerbrief. Gott ist da. Gott macht gerecht. Gott sorgt dafür, dass ein leben mit Gott möglich ist. Der Abschnitt, in dessen Anfang unser heutiger Vers steht läuft hinaus auf die sichere Zusage: „Nichts kann uns trennen von der Liebe Gottes, die in Christus ist.“

Du bist wichtig. Du bist wertvoll. Du bedeutest Gott so viel. Wie sein Augapfel bist du für ihn. Nichts kann ich dich von seiner Liebe trennen. Gott ist hier. Welch wunderbare Fundament fürs Leben!

 

 

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1. Sonntag im Advent - 29.11.2020

Psalm 115,14: Der HERR mehre euch, euch und eure Kinder!

Lukas 1,50: Seine Barmherzigkeit gilt von Geschlecht zu Geschlecht denen, die ihn fürchten.

Für die Menschen im Alten Testament war klar: Leben ist Leben in Familie. Der einzelne Mensch ist Teil der Folge von Generationen. Segen hat vor allem auch den Aspekt der Nachkommen. Die Sippe, das Volk wird größer. Mehr Menschen bedeuten mehr Segen und mehr Macht. So die einfache Logik bzw. der Hintergrund. Nun ist der Psalm 115 ein Psalm, in dem es besonders darum geht, Gottes Namen groß zu machen, Gottes Ehre herauszustellen. Die Folie dazu ist, was er dem Volk Israel Gutes tut. Es geht also um ein Loblied auf Gott.

Auch der neutestamentliche Vers entstammt einem Loblied. Es ist der Lobgesang der Maria. Sie lobt Gott dafür, dass sie schwanger sein darf mit Jesus. Sie darf die Mutter des Retters. Durch das Kind, das sie zur Welt bringen wird, kommt Gottes Barmherzigkeit in die Welt. Und die Wird von Geschlecht zu Geschlecht – also von Generation zu Generation – gelten.

Menschen werden hinein genommen in Gottes Heilsplan. Menschen, die den Herrn fürchten. Einschränkung? Begrenzung des Heils? Jedenfalls macht es einen Unterschied, ob ich Gott als Herrn anerkenne oder nicht. Ob ich mit seinem Segen rechne. Es macht einen Unterschied, ob ich von Gottes Segen rede, der Gemeinden wachsen lassen kann oder ob ich Berechnungen über Ressourcen und Methoden anstelle und deren zu erwartenden Ertrag. „Der Herr mehre euch…“ Solchen Segen wünsche ich mir für die, die Jesus als Herrn angenommen haben. Solcher Segen erwächst aus dem Loben.

„Mein Herz preist den Herrn…“ So beginnt Maria ihren Lobgesang und so will ich die Adventszeit beginnen.